Malstunde: Ich mach blau.

Guten Abend ihr Menschen da draußen in der großen, weiten Welt!

Es ist ein seltsames Gefühl ins Zeiten von WhatsApp und SMS-Flats Postkarten und Briefe zu schreiben, aber ich liebe es und kaufe mir morgen mit Sicherheit auf meiner kleinen Shoppingtour in meiner zukünftigen Heimat Hannover neues Briefpapier oder zumindest schicke Umschläge. Denn wer freut sich nicht über mit Liebe und handgeschriebene Post.

Aber heute soll es nicht um saubere Handschrift oder Kalligraphietipps gehen, sondern um mein geglücktes Expertiment. Ich gebe zu: Ich zeichne seit dem Jahre 1991, stand mit Tusche und Aquarellen oder Copics immer auf Kriegsfuß und habe von Kunstlehrerinnen oft sehr kontroverse Noten bekommen, weil manchen mein Stil gefiel und manchen nicht.

Mein absoluten Hassthemen waren aber: Porträts (fotorealistisch), Landschaften, Architektur.

Und dann entdeckte ich die Acrylfarbe und das Malen auf Leinwänden vor einem Jahr dank Janus. Und das Aquarelle gar nicht so schlimm sind. Hey, er kann vielleicht nicht so gut zeichnen wie ich nach 23 Jahren Routine, aber ohne Janus würde ich gar nicht malen. Im Moment versuche ich die Dinge abzuarbeiten und besser zu werden, neue Techniken, Farbtypen wie Guache oder Aquarellkreide ausprobieren und Techniken kombinieren.


So seltsam das klingt: Dieses Bild ist Teil des Experiments. Selbst vor einigen Wochen oder Monaten hätte ich mir sowas nicht zugetraut, denn so ein Bild ist echt Wriemelarbeit. Zuerst war da der Steinhaufen, dann kam der Himmel, dann das Meer.


Meinem Opa wollte ich aber zum Geburtstag  nicht nur irgendeine dahingeischte Blumenwiese wie in der vierten Klasse, sondern ein besonders schönes Landschaftsgemälde malen. Also dachte ich, ich versuche es etwas monochromer, nicht superdetailliert und mit vielen schönen und beruhigenden Blautönen. Beruhigend ist immer gut. In den letzten Tagen dachte ich echt, um mich herum explodiert alles. Manche Menschen sind echt Pulverfäßer, ich auch manchnmal. Aber hey, wir sind alle emotional und manchmal gibt es eben Emotionen, die uns kränken, verletzen, die schlecht, hoffnungs- und ausweglos entscheiden. Aber irgndwie kriegen wir die Kurve. Ich bin eher so ein Grübler und Malen hilft mir da immer, wieder rauszukommen. Ich hab auch Zenndoodle für mich entdeckt. Es ist wie Sudoku, wie Denksport, nur zum Zeichnen und es entspann ungemein und der Kopf ist leer. Also alles Anti-Grübel-Hobbies, die ich hier betreibe und nur den anderen Gedankenverlorenen da draußen herzlichst ans Herz legen kann. Ich könnte ja jetzt schleimen und sagen: "In Gedanken bin ich immer bei euch." Bin ich aber nicht. Ich bin gerne mit den Gedanken im Hier und jetzt und bei der Sache. Ich möchte keinen Fame, kein Geld mit Amazon-Ref-Links verdienen oder ganz fishing for compliments mäßig gelobhudelt werden ohne Ende, weil andere nicht so gut malen können wie ich.......

Es geht eher darum, zu üben und immer wieder Selbstwirksamkeit zu erleben. Und dieses Experiment ist geglückt, andere Bilder in den letzten Tagen waren gescheitere Experimente. Aber jede Erfahrungen, auch diese, wo wir merken "So klappt es nicht." sind auch gute Erfahrungen, oder?

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