Malstunde: Jeanne (und Plauderecke über Selbstbewusstsein das Lampenfieber)

21:42
Guten Morgen allerseits! 

Ich gebe zu - die Allergielobby freut sich grad, dass es mich gibt. Mücken und ich? Pfui Spinne! Ich glaube ja, Mücken wurden von der Pharmalobby erfunden, damit die mehr Allergiezeug verkaufen können ... und ihr Geheimquatier ist in Bielefeld, welches ja gar nicht gut. Alles nur Kulisse ... Man sieht: Der Schlafmangel nagt an meinen Nerven. Wer Rechtschreibfehler oder ähnliches in diesem Blogpost findet, darf sie ausdrucken, sich einrahmen und an die Wand hängen.


Nach langer, langer Zeit habe ich mich an eine Figur rangetraut (Kaitou Jeanne aus "Kamikaze Kaitou Jeanne" oder auf Deutsch "Jeanne, die Kamikaze-Diebin"), die ich zuletzt im Jahr 2003/2004 abgezeichnet habe - nun erstmals als selbstgezeichnetes Motiv. Ich hatte mich bislang nicht herangetraut, weil sowohl das Kostüm einige Tücken bietet (beispielsweise Kreuz, Rock und Faltenwurf) als doch die Frisur und Jeannes doch immer eher hysterisch-gute Laune, kombiniert mit sehr sportlichen Posen. Irgendwie gefällt mir die unverwandelte Marron charakterlich besser als diese Rampensau Jeanne, aber hey, dass Showdieb-Ich ist wahrscheinlich auch nur so ein selbstgeschaffenes Bühnen-Ich, um das Lampenfieber zu bekmäpfen. Ich kenne das von mir selber. Ich hasse es, im Mittelpunkt zu stehen. Meist versuche ich Lob kleinzureden - im Moment arbeite ich daran, das mal sein zu lassen. ;)

Auf der anderen Seite kenne ich kein Lampenfieber, ich bin ein bisschen aufgeregt, wenn ich nicht perfekt vorbereitet bin. Und ich bin selten nicht perfekt vorbereitet. Bei sowas wie Gesang oder Referaten war ich immer der Oberstreber. Und ich hatte nie Versagensangst, weil ich weiß, dass von einer schlechten Note oder einer falsch gesungenen (hehe, Teekesselchen) die Welt nicht untergeht. Ich denke, es war ganz gut, dass ich so eine Scheißegalphase in meinem Leben hatte und nicht durchgängig eine Einserschülerin war. Noten sind schon ganz nett, aber eben nicht überlebenswichtig. Im Studium habe ich genug Menschen kennengelernt, die hatten ein Abi von 1,... und wussten nicht, wie man Kaffee kocht und Mutti kam alle zwei Wochen 200 km zum Wäschewaschen und Aufräumen angefahren.
Ich denke, jeder Mensch hat seine Talente. Nur, weil ich keine Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche hatte, heißt das nicht, dass ich perfekt bin. Ich bin zum Beispiel sehr ungeduldig und will alles an Arbeit immer sofort hinter mich bringen und arbeite im Moment daran, mir Arbeit mehr aufzuteilen statt alles auf einmal zu machen und dann platt zu sein angesichts der vielen Sachen, die ich geschafft habe. Und sicher habe ich noch andere Schwächen. Meine Klavierkünste sind z. B. - egal, wie lang ich übe - dank Stummelfingerchen nie besser als ok. Andere können nicht so wortgewandt schreiben oder schnell tippen, sind aber handwerklich superbegabt. Und so weiter und sofort.


Aber zurück von der mythenmetzischen Abschweifung zur Kunst. Oder zum Fanart. Ist Fanart auch Art? Sind Mangakas nicht auch nur Künstler, die mit ihrer Kunst Geschichten erzählen? Fragen über Fragen. Ich möchte allein schon mal Teil einer Ausstellung sein, damit dann meine Frühwerke von 2003/2004 mit ausgestellt werden. Wahrscheinlich habt ihr schon mal von Lyonel Feiniger gehört, einem Aquarellmaler des 20. Jahrhunderts und meinem persönlichen Hero. Andere fanden in der 7. Klasse die Ärzte toll und ihr Held war Farin Urlaub (okay, der war auch mein Vorbild), ich hatte diesen Maler als Vorbild, der auch Karikaturen und Comics  für Zeitungen in den Staatem zeichnete.

Ihr wisst vielleicht: Aquarell ist für mich Neuland. Denn eben auch in der 7. Klasse gab es diesen Lehrer, der mir sagte, dass ich dafür kein Talent hätte. Tja, mein Lieber. Siehe und staune!


Im Moment experimentiere ich viel und gebe zu: Nach der doch relativ guten Serenity ist Jeanne leider nicht ganz so geworden, sie ich sie haben wollte. Ich begann mit der Skizze - meine wasservermalbaren Bleistifte kommen hoffentlich mal diese Woche an, für Coraline benutze ich einfach erst einmal den braunen Aquarellstift.


Dieses Mal habe ich nicht meine Farben aus der Tube verwendet, sondern meine Jaxon Aquarellkreiden mal auf neue Art probiert  auf einem Extrablatt habe ich sie dick aufgetragen und mit dem Pentel Waterbrush die Farbe gemischt und aufgenommen. Bis auf meinen momentanen Hautton (Jaxon Rosarot) sind alle Farben dieses Bildes gemischt oder mit verschiedenen Farbtönen geschichtet.

So z. B. beim Kreuz und den Haaren. Diese habe ich mit Gelb grundiert und danach erst Orange aufgetragen und so lange beide Farben gemischt und aufgetragen, bis mit Haare und Kreuz in Gelbgold gefielen. Leider ist das Hintergrundkreuz viel viel besser geworden als das an ihrem Kostüm. Mal gucken, ob ich das nochmal überarbeite.


Es ging weiter mit etwas Rot, das Rot hat mindestens so viele Schichten wie das Gelb. Leider kam beim Scan die Coloration der Haare nicht so gut raus, das werde ich nochmal überarbeiten.


Absolut unzufriedenbin ich mit dem Hintergrund. Mein absolutes To do: Ich brauche Rubberkrepp, dann gibt es auch bessere Hintergründe.

1 Kommentar:

  1. Ich schaue deine Bildentwicklungen bei Instagram gern an, hoffentlich werden es weiterhin so viele sein :D

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