Homophonie und Hass auf YouTube

17:07
Ein Youtuber outete sich vor einigen Tagen als homophob, da er "es als Krankheit" sieht und "der Islam es verbietet".
Ein anderer Youtuber feindete offen eine Jugendliche als "fett" an und machte 100tausende Klicks damit, dass er sich dafür halbgar rechtfertigte.
Eine angesehene US-Schauspielerin nutzt die Ansprache für die Auszeichnung ihres Lebenswerkes, um auf Diskriminierung hinzuweisen und ohne das ein Name genannt wurde, beleidigt sie der künftige US-Präsident daraufhin bei Twitter.
Es gibt 1000 Beispiele. 100000 Beispiele. Und vielleicht noch mehr.
Wozu haben wir dieses große, globale Internet denn überhaupt, wie sollen Kinder damit vernünftig umgehen, wenn viele Erwachsene auch jede Scham der analogen Welt zurücklassen, sobald es digital ist?
Ich glaube daran, dass es im Internet Werte gibt und das es auch anders funktionieren kann.
Und die Mammutaufgabe der jetzigen Generation wird es sein, eine Art Internetethik zu finden, damit das Internet keine rechtsfreie und radikalisierte Zone wird.
Ich muss nicht jeden toll finden.
Nicht jeder muss mich toll finden.
Aber deswegen müssen wir uns nicht gleich die Köpfe abhacken oder alles scheiße finden. Ich esse kein Fleisch und verbiete niemand sein Steak, ich feiere die Ärzte, aber ihr müsst nicht alle die Ärzte geil finden ... das ist Toleranz, nicht mehr und nicht weniger.
Und es ist auch wichtig, sich nicht gegen Intoleranz im Internet zu wehren ....
aber was tun mit Trolls, mit offener Hassrede? Blockieren, Argumentieren, Ignorieren?
Was machen?

Keine Kommentare:

Powered by Blogger.