Sind alle Veganer intolerante Schweine? Oder sind es die Anderen?

14:58
Veganer sind dünn, kränklich, blass, unterernährt, haben Eisenmangel und eh viel zu viel Geld, beten alle Attila Hillmann an und machen das eh nur, weil es grad Trend ist.
"Woran erkennt man einen Veganer? WEIL ER ES DIR SAGT!"
Anfeindungen als Veganer ist man gewohnt. Natürlich, die Toleranz und Akzeptanz, ja sogar die Anpassung ist allgemein gestiegen, was alternative Ernährungsformen angeht - aber dennoch gibt es genug Menschen, die getreu nach dem Motto von Heinz Strunk leben "Fleisch ist mein Gemüse" und sich von jeder Art von Veganer auf den Schlips getreten fühlen, der einem mitteilt, dass man eben nicht derselben Annahme ist.

Wer kennt diese veganen Klischees nicht?
Welche Anfeindungen habt ihr erlebt und welches vegane Klischee könnt ihr nicht mehr hören?

Auf der anderen Seite gibt eben auch viele Veganer, die keine Kinder von Traurigkeit sind und sich um Kopf und Kragen kommentieren - meist eben in geschlossenen Gruppen und scheinbar anonym im Internet. Impfgegner, Fleischfresserhasser, Intoleranz - alles scheinbar für manche Veganer in der Internetdiskussionen ein Alltag und völlig normal.

Quelle:  Gratisography

Beispiel: Die Flexi-Veganer, Trendveganer, Veganinteressierten und Fast-Veganer

Wenn ihr nicht ganz vegan lebt oder gar omnivor, dann kann ich euch raten

  • geht nicht in vegane Facebook Gruppen
  • falls ihr drin seid, dann schreibt dort nicht, dass ihr Nicht-Veganer seid
  • redet NIE darüber, dass ihr gerne Eier mögt oder bestimmte Lebensmittel vermisst
Andernfalls ist der Shitstorm vorprogrammiert. Ein User schrieb beispielsweise:

Das unter diesen Posts oft vielerlei böse, böse Kommentare zu finden sind, muss ich wohl nicht erwähnen. 119 Kommentare hatte dieser Post während meiner Recherche, weiß Gott, wie viele es jetzt sind. Und die meisten schreiben Dinge, die mal freundlicher, mal unfreundlicher ist.

"Muss man sich in einer veganen Gruppe jetzt ernsthaft über den Konsum von tierischen Lebensmitteln austauschen?" ist noch recht freundlich ausgedrückt und bekommt ganze 25 Daumen hoch.  Oder auch:

Kinners seid mir nicht böse, aber könnt ihr bitte eure eigene Gruppe {...} gründen. Ich bin in der Gruppe um mich über veganes Leben auszutauschen, Gleichgesinnte zu treffen und geile Rezepte abzugreifen. Das Letzte was ich hier lesen möchte ist genau das hier. Das entspricht meines Erachtens nicht dem Sinn der Gruppe.
Einige schreiben Dinge wie "Wenn man einen funken empathie hat, lebt man 100% vegan.", schon einen Ticken radikaler. Und auch schockierte Menschen gibt es, die nicht gleich losheulen oder loshetzen, aber schreiben: "Gibt es es hier überhaupt Menschen in der Gruppe die sich komplett vegan ernähren? Ich bin gerade etwas schockiert! {...} was geht hier gerade ab?? "

Nun ja, ich habe mir extra ein noch nett formuliertes Thema genommen, wo kaum einer ausgerastet ist. Aber dennoch sind es solche Diskussionen, die mir schwer im moralischen Magen liegen. Schade, dass es anscheinend so viele Veganer im Facebookwirrwarr gibt, die anscheinend nicht wissen, dass es auch Menschen gibt, die aufgrund von Kreuzallergien oder schlecht kombinierten Allergien nicht komplett vegan leben können ... Natürlich weiß ich aber nicht, ob die Fast-Veganer unserer Gruppe hierzu gehören. Aber ich würde einfach mal nachfragen.

Jeder Veganer ist kein Klischee, sondern ein Mensch mit seiner Geschichte, seinen Motivationen, seinen Hintergründen.
Und genauso jeder Omnivorer, jeder Flexitarer, jeder Paleo-Mensch und so weiter und so weiter. Also  machen wir es doch einfach mal wie bei Menschen, die eine andere Religion, Sexualität oder eine Behinderung  haben und fragen wir doch einfach mal unser Gegenüber, wie es lebt und warum es so lebt.

Vielleicht bringt ja ein Austausch mehr als ein Gegeneinanderanhetzen.

Oder anders ausgedrückt:

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