Orte der Kindheit Teil 1

Kindheit, dass sind nicht nur Erinnerungen, sondern auch Orte. Momentan mache ich ein Praktikum in meiner alten Heimat und bin echt überrascht, wie stark doch meine emotionale Verbindung zu manch einem Ort hier im hohen Norden Niedersachsens ist.

Nehmen wir zum Beispiel diesen Friedhof in der Wingst. Das Dorf, dass Hufeisenförmig um Cadenberge liegt und eigentlich nicht so richtig einen Ortskern hat - außer man zählt Laden und Bäcker am Dobrock als Ortskern - ist nach dem Riesen Wingis benannt, zu dem es auch eine Geschichte gibt. Aber das erzähle ich euch lieber bei meinem Tavel Blogpost zu der Wingst, denn die Wingst ist genial für Natururlaub und Sport. 
Ja, ein Friedhof. Dort auf dem Friedhof liegt glaub ich niemand begraben, den ich näher kenne, aber ich hatte in der Nähe meinen ersten Kinderchor. Meine Mutter hat beim Chor mitgeholfen, also waren wir als Erste ganz überpünktlich da und sind als letzte gegangen. So kam es, dass wir IMMER IMMER IMMER viel Zeit hier verbrachten und vor diesem Friedhof habe ich immer gespielt und fragte mich, was das für ein komisches, kleines Häuschen ist.




Als Kind habe ich Otterndorf gar nicht so sehr wertgeschätzt. Wir waren oft in Cuxhaven, die Touribezirke mochte ich nicht. Dafür liebte ich Stade, Stade war cool. Aber Otterndorf? Och nee, da war ich wirklich so gut wie nie, ging dort auch nie zur Schule. Erst durch meinen ersten Freund aus der Nähe der kleinen Touristadt lernte ich die Altstadt lieben, ich könnte 1000 Fotos und Urban Sketches dort machen. Ich habe ein paar Konzerte in der Kirche gesungen, aber für mich ist Otterndorf auch so ein bisschen Kurzurlaub. ABER ich mag nicht den Müggendorfer Strand, da gehe ich lieber zur Grimmershörner Bucht.
Zu guter letzt noch die Kirche, in der mein erster Kinderchor war. Das Bild ist eigentlich auch in Schwarz- und Brauntönen, aber weil ich dieses Wandbild schon als 5jährige gruselig und komisch fand, habe ich es etwas aufgehübscht in meinem Urban Sketching Aquarell.
Und die Orgel mag ich auch nicht, deswegen habe ich sie nur grob skizziert. Mehr Bilder folgen natürlich noch, das hier ist erst der erste Teil.



Danke an Papa fürs Scannen!

Wie sehen die Orte eurer Kindheit aus? 

Kommentare:

  1. Ach wie schön =) Da ich nach wie vor in meiner Heimat lebe, bin ich ständig verbunden mit meinen Kindheitserinnerungen und weiß das auch wirklich zu schätzen! =)

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

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    1. Den Luxus haben viele und auch ich nicht - meine Heimat ist extrem strukturschwach und entweder heißen die Jobs "eigenes Auto", das frisst bis 2/3 des Lohns und teils Pendeln ins 1 1/2 bis 2 std entfernte Hamburg oder eben einen Job in der Tourismusbranche, in dem du keinen urlaub hast, sondern 9 Monate arbeitest, gekündigt und dann vielleicht mit ganz viel Glück nächste Saison wieder arbeiten darfst ^^"

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  2. Die Bilder sind toll und so ein Post ist wirklich Mal etwas Neues!

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  3. Ohhh wie wundervoll <3
    Das sind echt tolle Bilder und Orte!

    Liebst, Sarah von Belle Mélange

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    1. Freut mich, dass es dir gefällt.
      Liebe Grüße

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