Rezept: Vegane Mermaid Torte von der Waterkant mit Blaubeeren

Heute war ein seltsamer Tag, stürmisch und so gar nicht August ... morgen ist der einzige Tag im Jahr, wo ich Operation Zuckerfrei mal aussetze, aber ich denke, als mehr als ein kleines Stück der Torte schaffe ich wohl ohnehin nicht.  Und ja, ich denke, an einem Tag im Jahr darf man auch mal ein wenig Zucker essen - auch, wenn das zufolge hat, dass irgendwelche süddeutsche Fotografinnen, die einen angeblich "schon seit Jahren folgen und oft kommentieren", einem den nicht vielsagenden Kommentar "Operation Zuckerfrei", dann behaupten "Dass sei nur ironisch" und dann blockieren ... Instagram ist schon ein seltsames  Pflaster, aber liebe Fotografin, auch, wenn du nicht mit mir persönlich geschrieben hast, sondern mit jemand aus meinem Team, den das schrecklich leid tut:  Dir zuliebe werde ich extra das Zuckerfasten brechen und meine eigene Torte morgen kosten.

Erstens: 
Das Thema vegan/zuckerfrei/low carb/abnehmen/zunehmen/was ich esse und was nicht
Denn wisst ihr, wer darüber bestimmt, was ich esse und was nicht? Allein ich selber.
Und esse auch mal versehentlich etwas, was nicht vegan ist oder kaufe versehentlich ein Produkt, das Karmin enthält ... so ist das eben. Ich bin auch ein Mensch und ich mache Fehler. Aber sich über Andere stellen zu wollen und zu sagen "Ich bin besser, weil ich so oder so lebe." oder zu sagen "Du lebst schlechter, weil du jetzt doch Zucker ist ... Das finde ich einfach widerlich. Solche Menschen zähle ich zum Glück nicht zu meinen Freunden und mit solchen Menschen möchte ich auch nicht befreundet sein ... So eine Lebenseinstellung finde ich hochnäsig 

Zweitens: 
Das Thema Professionalität bei Instagram
Insbesondere von Usern, die einen offiziellen Account dazu nutzt, insbesondere, da ich ja auch oft mit Menschen arbeite und gearbeitet habe, die eben mitten in der Medienbranche sind und aktuell auch einigen Freunden, die  Fotografen und ähnliche Berufe habe, unentgeltlich helfe, sich auf Instagram zurecht zu finden. Wenn man dann irgendwelche Kommentare posten möchte, dann würde ich mir drei Mal überlegen, wie. Ich schreibe zum Beispiel auch mal kritische Kommentare, aber würde z. B. nie schreiben "Dieses Produkt ist blöd und riecht wie Scheiße" oder "Bist du nicht schon fett genug? Musst du jetzt noch Torte essen?" oder gar "Deine Augenbrauen sehen so  scheiße aus, da kommt  man nicht mal mit den Augenbrauen durch." Alles Kommentare, die ich auf Instagram von Menschen erhalten habe, die dies mit offiziellen Geschäftsaccounts schrieben und bei denen man dann auch eben oft nicht weiß, wer die Privatperson dahinter ist - ein Anreiz, mit diesen Unternehmen oder Selbstständigen zusammen arbeiten und sie zu promoten war es auf jeden Fall nicht.
Und ob nun als Blogger, Influencer, Kulturschaffender, Politiker oder Fotograf - sarkastische Kommentare oder gar Beleidigungen sind einfach ein No-Go, wenn man mit seinem Account sagt: Hier Welt, das ist meine Fotografie/mein Blog/mein Lifestyle. Wir stellen diese Infos über uns online und man muss sich nicht wundern, dass solche Sachen dann uns weiter verfolgen. 
Diese Lektion habe ich bereits 2010 gemacht, als ich bereits der Welt mitgeteilt habe, dass ich keine Marken wie L'Oreal unterstützen möchte und lieber tierversuchsfreie Unternehmen kaufe und unterstütze und dann es wagte, ein Videotipp von MrsMara/Vorstadtcinderella über einen L'Oreal Gutschein positiv zu kommentieren, dass ich den Gutschein auch bereits habe - da hieß es dann bei einem anonymen Gossipblog namens Busted Guru "IHanakoI - doch gar nicht so tierversuchsfrei?" und hat natürlich  den zweiten Kommentar, in dem ich schrieb "Ich persönlich kaufe nicht L'Oreal, aber ich habe den Gutschein einer Freundin geschickt - ich verbiete ihr nicht, welche Marken sie kauft. Sie muss das mit ihrem Gewissen vereinbaren."
Inzwischen glaube ich, dass Busted Guru, seit Jahren gelöscht, eine befreundete, damals noch kleine Youtuberin war, die inzwischen ebenso bei YouTube gelöscht oder zumindest inaktiv ist. Sie hatte damals sehr komisch auf den Bericht reagiert und meinte: "Freu dich doch, das ist doch tolle Publicity für dich." und tatsächlich stiegen meine Abzahlen damals. Und sie liebte Gossip Girl, daher würde es passen. Ob nun Busted Guru, YouTube Klatsch und Tratsch, GuruTicker auf Twitter oder Youtubeklatsch auf Instagram zuletzt: Diese Gossipseiten werden oft von Schülern oder Studenten gemacht und kommen und gehen, irgendjemand findet sich wieder und an der Politik sieht man, dass ein kleiner Fehltritt oft große und schwere Konsequenzen haben kann. Daher gilt meine  Philosophie: Was im Internet steht, bleibt theoretisch für immer.
Daher will ich mich nicht verbiegen und euch vormachen, dass ich nur 600 Kalorien am Tag esse oder nichts anderes mache als 8 Stunden Sport am Tag. Ich lasse euch an meinem Leben teilhaben, ohne mich auf Größe 36 runterzuretuschieren. Ich bin einfach ich, habe kürzlich auch mal eine nicht vegane Lipcream gekauft, c'ist la vie. Mal esse ich auch versehentlich was mit Zucker, so ist das eben. Ich schätze sehr, dass ich darüber die Kontrolle habe, was ich über mich schreibe und über was nicht und das ich selbst entscheide, ob ich euch davon berichte, dass mein bester Freund sich bei meiner Hochzeit blöd verhalten hat oder eben mein Exfreund spielsüchtig war und nur eine Paartherapie half, damit er und ich wirklich miteinander kommunizieren konnten damals 2014, ohne das er total ausrastete und mich dabei im Affekt verletzte. Über Verlust und häusliche Gewalt oder eben Suchtprobleme zu schreiben und zu reden halte ich für sinnvoll, insbesondere, weil das Kapitel in meinem Leben sind, die ich für mich abgeschlossen und verarbeitet habe.
Wir leben im Jahr 2017 - und ich hoffe, dass es euch nicht passiert wie einer Bloggerin und Youtuberin 2010, die auf ihrem Blog über ihre Scheißarbeit in einem Autohaus beschwerte und nach mehreren Lästerblogeinträgen über das Aussehen ihrer Kollegen fristlos gekündigt und ersetzt wurde. Als sie dann über die, die sie ersetzt hat, lästere, wurde der Blog kurze Zeit später geschlossen und ward nie mehr gesehen. Ja, über Leute lästern oder diese zu beleidigen im Internet ist einfach doof.... das können wir so stehen lassen, oder?

Kommen wir aber nun zum Rezept ....

Diese Torte ist recht ähnlich der  Torte, die ich zur Hochzeit von meiner besten Freundin Sid gebacken bekommen habe - anders als mit Schokolade oder Zitronencreme dieses Mal nur mit veganer Schlagsahne und frischen Blaubeeren.


Für eine 26er Springform braucht ihr für den Biscuitboden:

  • 450 Gramm Mehl
  • 340 Gramm Zucker oder Zuckerersatz (Xylit ist besser zum Backen)
  • 500 ml Sprudelwasser (classic, nicht Medium)
  • 100 ml Pflanzenöl (Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 2 Packungen Backpulver
  • 2 Packungen Vanillezucker oder 2 Vanilleschoten (ich nutze DIY Vanillezucker mit Xylit und alten Vanilleschoten, die ihr Aroma abgeben)



Wer also ohne Rollfondant backen will, der kann das ganze sogar zuckerfrei backen.
Wie ihr den Boden macht:

  1. Mehl, Zucker(-ersatz), Vanille und Backpulver in einer großen Schüssel gut vermischen.
  2. Öl und Mineralwasserdazugeben und unterrühren - Vorsicht, kann sprudeln!
  3. Kuchenform einfetten und den Teig reingießen.
  4. Ca. 50 Minuten bei 180° Celsius backen. Mit dem Stäbchen auf jeden Fall testen, ob der Boden durch ist - insbesondere in der Mitte macht unser Ofen sowohl bei Umluft als auch bei Ober-/Unterhitze Probleme.


Anschließend kommt bei der Deko nun das, was ihr am liebsten mögt dazu. Wir haben doch ein wenig in die Zuckerkiste gegriffen.
Wer mit zuckerfreien Marzipan arbeiten möchte, muss es leider selbst herstellen: Hier habe ich ein Rezept gefunden, dass ich für Weihnachten ausprobieren möchte.


Bei Fondant ist es deutlich schwieriger, ein zuckerfreies Rezept habe ich nicht gefunden, allerdings ein veganes Rezept HIER, das man vielleicht mit Puderxucker machen kann - nur, wie man den Glukosesirup ersetzt, weiß ich leider nicht. Habt ihr vielleicht eine Idee?


Was wir zum Dekorieren genutzt haben:

  • eine Marzipandecke
  • Rollfondant in weiß und blau
  • Vollkornsemmelbrösel als "Sand"
  • silberner und blauer Lebensmittelglitzer (achtet auf die Inhaltsstoffe, viele sind leider nicht vegan, da auf Gelantinebasis)
  • vegane Lebensmittelfarbe in Lila aus dem Bioladen (in Berlin habe ich die gefunden, vegane Lebensmittelfarbe ist sehr schwierig)



Zuerst haben wir den Boden in der Mitte aufgeschnitten, die steif geschlagene Vegansahne und die Blaubeeren auf der unteren Hälfte verteilt und dann alles mit der restlichen Sahne bedeckt.


Die richtige Deko haben wir angefangen mit der Marzipandecke, die wurde mit Stärke (oder Puderzucker, kein Mehl!) ausgerollt und über die Torte gepackt. 3 mm sollten es mindestens sein, sonst gibt es schnell unschöne Risse.


Anschließend haben wir zunächst den blauen Fondant ausgerollt und mit einem Glas Kreise ausgestochen und diese unten angebracht.
Fondant färben geht am besten mit Farbegel oder Farbpaste. Mit Pulverfarbe ist es wirklich schwierig, das kann ich nicht empfehlen - Pulverfarbe ist eher was für Macarons oder Sahnecreme.


Anschließend kam der weiße Fondant, dann der gemischte Fondant aus weiß und Blau, der euch einen hübschen Marbleeffekt hat, was sehr an Wellen erinnert.


Als verletzen Schritt haben wir  zunächst das Paniermehl als Sand verteilt und dann mit den Rest des Fondants mit etwas violetter und linker Farbe verknetet und daraus Steinchen "gebaut" und mit einer Schale den großen Kreis gemacht. 


Anschließend Glitzer drauf, denn durch Glitzer wird alles besser.
Und fertig!

Ja, es sieht jetzt nicht aus wie das Megakonditormeisterstück, aber ich finde, für unseren ersten Versuch mit Fondant ist es gar nicht so schlecht - ich kann schon verstehen, warum eine Bekannte und ehemalige Kollegin von mir so etwas als Vollzeithobby macht. Tortendeko macht echt Spaß und ist ein echt kreatives Hobby.

Und meine beste Freundin fand sie als Bäckerin/Konditorin auch gut, das ist wohl das größte Kompliment zu meinem baldigen Geburtstag.


Kommentare:

  1. Mh das hört sich und sieht einfach super lecker aus! :) Ich hab leider überhaupt kein Händchen für Torten, das macht mich wirklich traurig!

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  2. Das sieht soooo lecker aus! Schritt eins: Veganen Kuchen auf diesem Blog sehen, Schritt zwei: feststellen, dass ich nichts zum backen zu Hause habe, Schritt drei: Plan entstehen lassen, mir heute noch Kuchen zu kaufen!

    Danke für diese Inspiration. :D

    Liebste Grüße,
    Carmen <3

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