Falsche Freunde

Manche Feinde sind besser als so mancher vermeintlicher Freund. Irgendwie tut es weh, einen Freund als falsche Schlange zu enttarnen, aber auf der anderen Seite ist es auch befreiend.

Ein Beispiel dafür ist eine Freundin von mir.

Die Vorgeschichte:
Ich habe bis Juli 2014 in einer Wohnung mit einem netten und tollen Menschen gewohnt, den ich seit Jahren und bereits aus meiner Heimat kannte. Uns verband viel, aber im November 2013 verkrachten wir uns so fürchterlich, dass ich erst einmal aus der Wohnung floh und zu anderen Freunden in meiner Stadt zog.
Die Monate vergingen und die Wogen glätteten sich nicht, der Streit wurde immer schlimmer und zu Juli 2014 (also 3 Monate vorher) kündigte ich die gemeinsame Wohnung, was den Groll der ehemaligen Mitbewohnerin auf mich zog, aber für mich existenziell wichtig war, da ich mir keine doppelte Miete leisten konnte und eine neue WG für Mitte September gefunden hatte. In den Sommermonaten war ich ohnehin daheim bei meinen Eltern.
Inzwischen ist mir die ehemalige Mitbewohnerin noch immer ein bisschen böse, aber wir haben uns vertragen. Ich war allerdings sauer, was sie für Mist in der Heimat über mich erzählt hat.

Kommen wir zu dem Mädel, dass sich meine Freunde schimpfte, aber die ich leider komplett in die Tonne treten kann:
Nennen wir sie einfach mal G. Zwischen G. und mir war immer eine ganz nette Freundschaft, wir hatten uns nie gestritten, oft besucht, in der Schule hing sie oft mit mir ab und später hat sie meinen damaligen Freund total ausgenutzt. Dazu gleich mehr.
Das Verhältnis zwischen G. und mir war aber seit einiger Zeit sehr angespannt. Sie hatte erst mal zwei Jahre Praktikum vor dem Abi gemacht und war erst mit ca. Mitte 20 mit der Schule fertig. Das ist okay, ich habe ja auch zugunsten von Nebenjobs und vielen Praktikas mein Studium etwas in die Länge gezogen.
Allerdings hat sie das letzte Jahr komplett mit gar nichts tun verbracht - weder einen Nebenjob, noch ein Praktika, nicht mal 1x die Woche irgendwas Karikatives, um das Loch in ihrem Lebenslauf zu stopfen, hatte sie. ich bat sie immer wieder inständig, zumindest irgendetwas zu machen. Sie wollte ein Orchideenfach studieren, hat sich an 2 Unis beworben, weil sie nicht zu weit weg von ihrem jetzigen Freund weg wohnen will, wurde nicht angenommen, weil sie keine gute Bewerbungsmappe hatte und der Studiengang ohnehin sehr gefragt ist und macht nun ein weiteres Jahr lang nichts. Laut meines ehemaligen Freundes hat sie sich irgendwo Alibi-eingschrieben oder auch nicht, dass weiß anscheinend keiner so genau.

Meine ehemalige Mitbewohnerin und G. stammen aus denselben Freundeskreis. Als der Stress mit der Ex-Mitbewohnerin (ich nenne sie ab jetzt L.) war, habe ich mich stundenlang bei G. ausgeheult und sie war verständnisvoll, hat aber Treffen mit mir (sie wohnt ca. 2 Std entfernt) immer wieder in letzter Sekunde ab dieser Zeit abgesagt, was mich extrem nervte nach einer gewissen Zeit. Daher habe ich es dann irgendwann sein lassen und mich nicht mehr bei ihr gemeldet.

Leider gehört G. zu diesem Typen Mensch:
Wenn es was umsonst gibt oder man Ihnen helfen soll, halten sie brav die Hand auf, aber sobald man selbst Probleme hat und Hilfe von anderen braucht, wollen sie davon nichts wissen.

Und es ist umso trauriger, wenn sie unsere jahrelange Freundschaft seit unser frühen Jugend wegschmeißt, damit sie auf irgendeine doofe Party kann. Als L. und ich einen Riesenstress hatten, hatte L. sich auch bei unserem Freundeskreis ausgeheult.
Nun erfahre ich von meine Ex-Mitbewohnerin L. (!!!!), dass sie alles sofort an alle weitergelästert hat, teils Menschen angeschrieben hat aus der Stadt, in der ich jetzt liebe, die sie gar nicht kennt und auf der Geburtstagsparty von L. war ......... ist ja klar, wo es was umsonst gibt, ist sie nicht weit.

Nur seltsam, dass sie L. gegenüber meinte, ich hätte mich jahrelang bei meinem Ex und dann bei L. durchgeschnorrt.
Wenn man in einer Beziehung ist oder zusammen wohnt, gibt man halt mal Kino aus oder kauft zusammen Süßes für einen DVD-Abend, das ist was völlig normales und mein Ex hat, da wir nicht verlobt waren, keiner Anspruch auf Geld von mir. Das alles fällt unter Freundschaftsdienst. Und auch mit gemeinsamen Einkaufen von L. und mir war es fast immer ausgeglichen. Mal hab ich was gekauft, mal sie und meist hat jeder für sich gekocht, weil L. auf Fisch steht und ich nichts Tierisches esse und eben auf Porridige und Sojajoghurt stehe.

Zum Vergleich:
Ich war ab und an am Wochenende bei meinem Ex, nicht jedes Wochenende, weil ich bis zum Studium oft am Wochenende Chorauftritte hatte.i
G hat ab ihren 16. Lebensjahr erst bei einer Freundin gewohnt für lau, die sie wegen fehlendem Haushaltsgeld rausgeschmissen hat. Und hat sich damals bei mir ausgeheult, dass sie ja wohl spießig ist, wenn sie nicht Essen und Klopapier teilen will! Ähm, ja .... auch solche Kosten summieren sich, G. machte damals ein unbezahltes Praktikum, ihre Freundin hatte ihr komplettes Leben damals durch Kellnern finanziert.
Dann hat G. fast ein Jahr bei meinem jetzigen Ex, damaligen Freund gewohnt, sich da durchgefressen und mein Freund hat sie quasi überall hinchauffiert, mein Ex hat sie dann mit seinem besten Freund verkuppelt, da hat sie ab der 2. Beziehungswoche für drei Jahre gewohnt, jetzt hat sie einen 5 Jahre jüngeren Freund mit (laut meines Exfreundes) "sehr wohlhabenden Eltern" und wohnt bei ihm in der Studentenbude ........
Und all die werden auch nie Geld sehen, falls sie sie mal verklagen wollen oder so. Ist alles Freundschaftsdienst gewesen - aber wenn sie mich eine Schnorrerin nennt, ist das schon ziemlich daneben.
In der Zeit, wo ich mit meinem L. zusammengewohnt habe, habe ich 8 Monate allein die Miete gezahlt und bis zum Auszug aus der Gemeinsamen Bude die Hälfte der miete, obwohl ich die letzten Monate gar nicht mehr dort gelebt habe und er nicht einen neuen Mitbewohner suchen wollte.
Okay, wer ist von uns beiden die Schnorrerin, wenn ich seit 2009 mein Lebensunterhalt allein bestreite?

Also ganz einfach Freund entfernen drücken.
Solche Menschen muss ich nicht in meinem Leben haben.

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