Gekostet: Harvest Moon Soja Shake Mango + Maracuja

Guten Morgen allerseits aus dem Home Office Exil,

nach dem inzwischen ungewohnten Theaterschminkstress der letzten Tage wollte ich heute eine Theaterrezension schreiben. Denn was ist schöner nach ein paar Tagen Theater als noch mehr Theater? Allgemein war ich die letzten Monate auf Theaterdiät durch das viele Hin- und Herumziehen und Jobs, Praktika und viele, viele Probearbeitstermine von der Elbe bis zur Leine. Da ist ein bisschen passives Konsumieren nach all den Bewährungsproben mit Happy End auch ganz schön. Selbst, wenn ich nun noch ein wenig Bürokratie hinter mich bingen muss. Aber wer von uns muss das nicht? Uni, Job - irgendwo warten immer Anträge, Telefonate und die Freuden der nervigen Warteschleifenmelodien.

Aber nun kommt vor der Theaterkritik und meiner neugewonnen Liebe zum Ausfüllen komplexer Formulare erst einmal etwas leichter verdauliche Kost.

Neulich bei Rewe in Hamburg-Harburg habe ich drei Glasflaschendrinks der Marke Harvest Moon entdeckt. Dort kostet das 300 ml Fläschen 1,99 Euro bei den 2 Soja Shakes, 2,49 Euro der Green Juice.
Hier in Göttingen ist ja manches ein bisschen günstiger. Deswegen kostet zwar der Green Juice ebenso 2,49 Euro, die Soja Shakes 1,99 Euro. Normalerweise bin ich kein Fan dieser Marketing Strategie: "Oh, diesen Riegel gibt es jetzt mit Knoblauch- oder Cappucinogeschmack. Den muss ich kaufen und testen!"
Allerdings bin ich ja laktoseintolerant (unzwar schon, bevor es all die Minus-L-Produkte gab und vegan ein Ernährungstrend wurde) und daher nicht ganz abgeneigt, mal Pflanzenmilchshakes zu kosten. Denn sobald ich einen normalen Joghurt und Milchshake schon angucke, kriege ich Phantombauchschmerzen. 


Wir haben also diesen nicht ganz günstigen Soja Shake von Harvest Moon. Mal kein Smoothie, aber dafür vegan, ohne Laktose und für mich ist die absolute Laktosefreiheit, ganz ohne beigemischte Laktase, die alles pappensüß macht, auch mal eine willkommene Abwechslung. Zuhaus bei Muttern wird ohnehin nur noch Pflanzenmilch getrunken, denn selbst in unserem heimischen Flachlandkuhkaff hat die vegane Revolution, in Form einer veganen Supermarktecke, stattgefunden. Es muss also nicht mehr der unscheinbare Eckladen Naturalia oder der Alnatura Supermarkt in Göttingen sein. Auch ein Supermarkt in Harburg hält eine solche, kleine Abwechslung bereit.

Und warum nicht mal zuckrigen Vegansaftshake statt 5 Euro für eine zuckrige Starbuckspampe? Ich bin inzwischen wirklich dazu übergegangen, lieber statt Pulverfrappuchino mit Läusen in der Erdbeersoße lieber mal irgendwas mit Fairtradesiegel zu kaufen, wenn ich mir schon was gönnen will.

Andererseits sei nun an dieser Stelle gesagt:
Nur, weil etwas Bio oder mit Fairtradesiegel is, heißt das nicht, dass es automatisch besser schmeckt. 

Dies beweist leider dieser Soja Shake, denn er schmeckt okay, haut mich aber auch nun nicht von den Socken. Die Sojamilch erzeugt leider einen unangenehmen Nachgeschmack.  Also etwas, was viele von günstigen Sojadrinks kennen und hassen gelernt haben. Der Grund, warum ich Noch-Studentenmäuschen lieber mein letztes Kleingeld vom Nebenjoblohn für einen Liter Provamel oder zumindest Alpro zusammenkratze statt die Nettosojamilch mit Nattogeschmack zu trinken, die einfach nur anmutet wie geschrotete Sojaexkremente. Da mache ich mir meine Nussmilch am Ende des Monats, wenn das Geld knapp wird, doch lieber selber. 

Und so ist es halt auch bei diesem Sojashake. Die Aufmachung ist wunderschön, aber letztendlich zählt der Geschmack und der wäre deutlich besser, wenn ich mich eine halbe Stunde früher morgens in die Küche stelle und so etwas aus selbst gekauften Zutaten zusammenmixe. Es müssen ja nicht eins zu eins dieselben Zutaten sein, so etwas in der Art reicht doch vollkommen aus, kostet im Endeffekt wahrscheinlich auch um die 1,50 Euro oder mehr für 300 ml, aber wird deutlich leckerer schmecken. Der Hauptfaktor ist halt der Mehraufwand, den das eigene Zubereiten eines solchen Shakes bereitet. Und vielleicht auch der Faktor, dass man so eine frische Mango dann lieber im Obstsalat verarbeiten will statt sie zum Shake zu verhackstücken.

Der Green Juice hat mich hingegen trotz des hohen Preises überzeugt (Ich werde noch berichten in den nächsten Tagen.). Und da es insgesamt drei Säfte und drei Soja Shakes gibt, werde ich zumindest die in Göttingen und Hamburg auffindbaren Varianten noch einmal durchtesten. Nach der ganzen Genderzickerei im letzten Monat aufgrund einer angeblich zu sexistischen Smoothieblindverkostung ist das alles doch mal eine schöne Alternative zu True Fruits Smoothies. Heißt allerdings nicht, dass ich auf Smoothies weiter verzichte. Sie sind einfach eine geniale Alternative zu den altmodischen Zuckerschüben durch Cola oder Taubenzucker.

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