Malstunde: Mit ein bisschen Wehmut

Heute ärgere ich mich ein wenig. Morgens fragt man sich, was man mit all der Zeit anfangen soll. Und dann ist schon wieder Abend. Morgen, übermorgen und am Wochenende bin ich unterwegs. Daher hoffe ich zumindest, am Freitagabend nach einem entspannenden und Sonntagabend etwas malen zu können. Oder sonst nächste Woche? Auf jeden Fall - ja, versprochen! - gibt es nächste Woche Bilder von den schönen Werken mit der Spiegelreflex. Ich gebe mir die größte Mühe, auch weitere Stillleben zu malen. Das macht einen riesigen Spaß und ist für mich was komplett Neues. Demnächst zeige ich euch mal das Stillleben, das Sid bis heute in der Wohnung hängen hat. Ich hatte darauf eine schlechte Note bekommen und wurde von meiner damaligen Kunstlehrerin total niedergemacht. Das hat mich damals erst einmal dazu veranlasst mit 14, dass ich das Malen für 2-3 Jahre komplett sein gelassen und stattdessen nur (im Anime-Arina-Tanemura-Style) gezeichnet habe.
Die Schule war - und da werden sich wohl viele wiederfinden - so destruktiv und beschissen. Ohne mein Malen und Kritzeln während des Unterrichtes und der Musik in der Freizeit wäre ich wohl durchgedreht oder depressiv geworden. Eine Schule kann so viel ausmachen! Erst war ich an einer richtig schlechten Realschule, dann habe ich in Cuxhaven mein Abi gemacht und die Noten, meine Laune, alles war komplett anders. Natürlich, du bist nie mit allen Mitschülern total befreundet oder der Liebling aller Lehrer, machen wir uns nichts vor. Aber an meiner Realschule war schon allein von den Lehrern aus so ein mieses, muffiges Klima und wenn das mit unmotivierten Schülern zusammenkam, dann empfand ich es nicht als Bereicherung für mich. Ich hatte mehr davon, damals meinen Lebensmittelpunkt in die Welt zu legen, die nachmittags stattfand, die Welt der musischen Künste und der Soft Skills, denn das ist bis heute an vielen Schulen ein Fremdwort.


Dieses Stilleben ist inzwischen komplett fertig und ich mag es sehr, sehr gerne. Ich weiß noch nicht, ob ich es behalten oder verschenken will. Aber der Stil ist etwas ganz neues für mich. Irgendwie schön, das Spiel zwischen dem eher rötlichen Hintergrund und dem strahlenden Grün. Und später kamen noch blaue und weiße Akzente hinzu. Janus meinte, es erinnere ihn an Kubismus, aber eben nur entfernt. Ich weiß nicht, warum, aber ich denke dabei an Art déco. Ich stelle mir das Bild gerahmt in einem Wohnzimmer dieses Stils vor. Als ich den Hintergrundfarbverlauf malte, hatte ich noch keine Ahnung, was es wird, und hatte ein nettes Motiv gefunden, dass ich hier später noch verlinke.
Allerdings habe ich nun vor, erst einmal ein paar Harzlandschaften zu malen.

Ich skizziere immer nur ganz, ganz grob die Porpotionen, denn ein halbwegs goldener Schnitt muss schon sein. Auch bei Fotografie!
Das fertige Bild am trocknen.
Das hier ist bislang nur grob und schnell in 10 Minuten hingekritzelt. Ich werde wohl tatsächlich diese Werther-Farbwelt so lassen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

INSTAGRAM FEED

@aufgerouget