Rezept: Einhorndurchfall (ehemals Einhornkotze) - veganer, kalter Bananen-Kokos-Haferbrei

Einhorndurchfall (ehemals: Einhornkotze) ist mein eigener Name für diese Kreation aus dem Jahre 2013, weil es bei meinem ersten Versuch echt ein wenig zu süß geworden ist. So süß, als würde ein Einhorn Verdauungsproblemehaben oder gar brechen.


Das Originalrezept habe ich bei Kiki Kannibal (die inzwischen einen neuen Blog hat, soweit ich weiß) gefunden, aber etwas abgewandelt in Beziehung auf die Hemp Hearts - Haferflocken und Leinsamen habe ich zuhause und die tun es auch!

Zutaten für 2 Portionen oder eine große Portion:
  • 2 (gefrorene) Bananen
  • 1 TL Kokosfett
  • 20 Gramm Haferflocken
  • 10 Gramm Leinsamen
  • 50 Gramm getrockenete Datteln
  • 200 bis 250 ml Kokoswasser
  • evtl. etwas Agaven Dicksaft/Ahornsirup/Stevia zum Nachsüßen
  • ggf. Obst zum Ganieren
  • evtl. Fruchtsoße oder etwas Marmelade zum Ganieren (ganz vorbildlich wäre zuckerfreie Chiamarmelade ...Rezept folgt auch irgendwann)
Was die Zutatenvariationen angeht, sind euch keine Grenzen gesetzt - tobt euch aus! Solange die Bananen dabei sind, ist alles in Ordnung. Ich bin mit der jetzigen Zutatenkombination zufrieden, werde es demnächst aber auch mal mit Sojamilch statt Kokoswasser probieren und gucken, wie es sich auf den Geschmack auswirkt.

Equipment:
  • 1 Brettchen
  • 1 Messer (Bananen, Datteln)
  • 1 Schale zum Einweichen der "harten" Zutaten, die man sonst schlecht mixen kann
  • ein hohes Gefäß + Stabmixer (+ eine coole Statementkette für das Gefäß für den Food-Swag) oder ein Standmixer
Phase 1 - Vorbereitung (gut Ding will ja Weile ...):
  • 1 Tag vorher: (optional, aber es wird cremiger und soooo lecker!) 2 relativ reife und somit süße Bananen schälen, in Scheiben schneiden, in ein Behältnis tun und ins Gefrierfach stellen
  • 1-2 Stunden vorher: Haferflocken, Leinsamen und Datteln (entkernt und in Scheiben geschnitten) einweichen - in Wasser oder gleich in Kokoswasser, hier kann man auch hervorragend experimentieren!


Und nun: Lasst uns den veganen Brei mixen!
  1. Bananenscheiben, Kokosfett und eingeweichte Haferflocken/Leinsamen/Datteln in das Gefäß geben und dann - mix it, baby!
  2. Wenn alles gut vermischt ist, 200 ml Kokoswasser dazugeben, mixen und gucken, wie die Konsistenz ist - je nachdem, wie die Bananen so sind, kann man mal 200 ml brauchen, manchmal ist es nach 250 ml noch sehr fest. Einfach bis zur gewünschten Konsistenz weiter Kokoswasser zugeben und alles noch einmal ordentlich mixen.
  3. Schön anrichten, ganieren und genießen!
Und wie viel Kalorien hat der Spaß?
Genau kann ich das nicht sagen, denn Bananen variieren in ihrer Grammzahl. Bei Fettrechner.de bin ich für das Grundrezept auf ca. 650 kcal gekommen, aber da ich die Menge in zwei Portionen teile und dazu dann relativ kalorienarmes  Obst mit oder ohne etwas Fruchtsoße esse, komme ich wohl pro Mahlzeit mit diesem Rezept auf ca. 400 bis maximal 500 Kalorien. Was ist dann gesünder? Eine Tafel Schokolade oder das?
Das schöne an diesem Rezept ist schließlich, dass man so viel damit rumspielen kann.

Was ist daran denn gesünder als an normalen Pudding?
Bananen: machen mit natürlichen Zuckerarten und Ballaststoffen lange satt, Vitamin B6, Eisen, Kalium, hilft bei Magenbeschwerden, (mehr dazu hier)
Kokosfett/-öl: Gut zum Braten/Kochen/Backen - nicht verwechseln mit Palmöl!!! - am besten Bio kaufen, da kann man sich sicher sein, dass es unbehandelt ist, enthält gute Fettsäuren, hilft gegen Pilze/Bakterien/Viren im Körper (mehr dazu hier)
Datteln: sehr reich nach Vitaminen, Protein, natürlichem Zucker und vielen Mineralstoffen (mehr dazu hier)
Kokoswasser: Eiweiß + ein paar Kohlenhydrate, einige Mineralstoffe wie Kalium, so viel Calcium/Magnesium/Natrium wie bei Mineralwasser (mehr dazu hier)
Leinsamen: sind sehr gut für die Verdauung (dazu sollte man aber ausreichend trinken), reich an Eisen, Vitamin E, Calcium und Ballaststoffen und damit ideal für Veganer (mehr dazu hier)
Haferflocken: ungesättigte Fettsäuren, Magnesium, sättigen schnell, Energielieferant, viele B-Vitamine und Spurenelemente wie Kupfer/Mangan/Zink gut für die Verdauung (mehr dazu hier)

Ein Extra-Tipp für unterwegs:
Aus diesem Rezept mache ich immer zwei Portionen, die etwa gleich groß sind. Auch, wenn es nicht nach viel aussieht, machen die Banane, die Leinsamen und die Haferflocken so dermaßen satt.
Ich habe ja immer etwas Kokoswasser übrig - um bei der Arbeit oder Uni die zweite Portion als schnelle Mahlzeit genießen zu können, mixe ich etwas Fruchtsoße (von Alnatura, ich liebe die Sorte Holunder-Cassis einfach) in den Rest Kokoswasser und nehme einige Beeren und das Kokoswasser-Fruchtsoßengemisch einfach seperat mit - außerdem habe ich einen langen Löffel dabei.
Bekomme ich nun unterwegs Hunger, mixe ich das Kokoscassisfruchtsoßenwasser zu dem Pudding, mische die Beeren dazu und verquirle alles mit dem Löffel - damit ist die Konsistenz meist so, dass ich sowohl löffeln, als auch das Ganze trinken könnte. Oder ich lasse den Brei fest und trinke meinen Cassis-Kokos-Drink als Limonade dazu.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

INSTAGRAM FEED

@aufgerouget