Lästerei auf YouTube und im Theater - Muss das sein? - 4 Strategien zur Konfliktbewältigung

Öffentlich lästern über andere Youtuber oder Blogger (nein, es geht nicht um mich) und das im Rahmen der kleinen, die eben nicht KommerzKommerzKommerz sind? Natürlich, YouTube und Blogs haben viele Genres und - wie auch am Theater, wo ich 2010 bis 2015 tätig war - gibt es auf Social Networks und bei den Bloggern und Vloggern viele, viele Menschen, die sich ausdrücken möchten. Da prallen oft Charaktere aufeinander und natürlich - am Theater hockt man in einer Produktion so eng aufeinander, dass die großen Egos aneinander gerieten und oft die Tränen.

Um das Thema Ich und Beef am Theater kurz zu nennen: 
Ich am Theater war tatsächlich so ein fleißiges Bienchen im Hintergrund, das nicht nein sagen konnte und 100 Dinge gemacht hat, warum ich nur selten im Fokus irgendwelcher Fehden stand. Mich wollten nur Jungs aufreißen oder irgendwelche Mädels waren eifersüchtig auf mich als Spielpartnerin und so ein Kram. Tja. Jungs vom Theater hatte ich gedatet, mein Psycho Ex ist ein 1a Theaterexzentriker. Ist ein Fehler, den ich machen musste. Aber ich mach ihn definitiv nicht wieder.  Zum Glück habe ich Psycho Ex nicht geheiratet und mein Neuer ist kein Psycho. Glück gehabt.
Aber richtig Streit? Mein erster Ex war eifersüchtig aufs Theater, weil er als Ersti gemobbt wurde und irgendwelche Komplexe hatte und sich in seiner Studentenbude verbarrikadierte ... Das war Streit wg. Theater, aber im Theater war ich höchstens mal am Flennen, wenn kurz vor Premiere der Stresslevel so krass hoch war und alle sich anschrieen. Oder ich war genervt und schrie jemanden kurz vor Premiere an, er solle mich nicht Möpse Betty nennen, sonst geht er ohne Schminke auf die Bühne. (Ja, ich meine DICH und ich weiß, dass du meinen Blog noch immer liest. ;) ) Aber ich bin eigentlich immer erfolgreich Streitereien umschifft. Das man letztendlich irgendwelche Menschen verärgerte, weil man den Ex von xyz watete, kommt einfach dort öfter vor, weil alle irgendwie irgendwo irgendwann etwas miteinander hatten. Am Erstellen eines Beziehungsdiagrammes sind wir leider mehrfach gescheitert.

Natürlich, man darf andere Menschen kritisieren. Man darf über sie berichten. Man darf sie auch blöd finden. Und man kann sich auch seine Leute analog oder digital in privaten Chats suchen zum Ablästern über die Olle und den Schnösel. Aber öffentlich? Sodass das jeder lesen kann? Geht gar nicht. 

(Weitere Details zu mehreren Vorfällen auf YouTube und in der Bloggersphäre in näherer und auch weiter zurück liegender Vergangenheit möchte und werde ich nicht öffentlich bekannt geben. Dies ist ein Beispiel vor einiger Zeit. Und ich möchte keinen Youtuber, weder Opfer noch Täter der Lästerattacke da irgendwie in die Kacke reiten.)



Was also tun, wenn irgendein Mensch - nun analog oder digital - über mich lästert, was kann ich machen? Was absolut nicht geht:


  • zurücklästern
  • als Reaktion einfach beleidigen
  • einfach beleidigen und dann sagen, dass das ja keine Beleidigung sei, sondern freie Meinung, auch samt Kraftausdrücken
  • ohne Absprache gleich zur Polizei rennen und anzeigen (ja, mehrmals am Theater erlebt)
  • undifferenziert drauf antworten ("Laber hier nicht rum, du hast eh keine Ahnung etc.")
  • andere Menschen dazu holen, damit man als Gang in der Überzahl gegen "den Bösen" ist

Natürlich sind das nur meine Strategien, aber ich habe über die Jahre persönlich ein bisschen Streit mit einigen Charakteren gehabt. Zuletzt waren da lustige Menschen von der AFD vor einigen Monaten, die mich als linksradikale '''' bezeichnet haben, die nur mal wieder ordentlich durchgeprügelt und hart durchge''''''' werden müsste, damit sie nicht auf so dumme Idee wie Willkommenskultur kommt.

  1. Persönliches Gespräch suchen - geht auch digital dank WhatsApp, Insta Direct oder Email ohne jegliche Möglichkeit, dass sich Dritte einmischen können. 
  2. Pausen machen - manchmal ist man einfach angepisst und megagenervt und weiß gar nicht so sehr, warum. Da sagt oder schreibt man Stuss, weil man gerade eine stressige Zeit, Stress in der Beziehung hat oder auch vielleicht nur, weil man müde ist oder das Wetter einen Kopfschmerzen bereitet. Da ist es doch besser, wenn beide Zeit haben, eine nacht drüber zu Schlafen. Vielleicht sieht dann die Welt anders aus oder ... was bei mir oft vorkommt: Sei es nun verpasster Zug oder vergossener Kaffee - am nächsten Tag ist es mir vollkommen egal.
  3. Sich Hilfe für eine Mediation holen - Mediation, das klingt so geschwollen. Ist aber eigentlich auch nicht mehr oder weniger als zwischen zwei Leuten, die ein Problem haben, eine dritte Person zu stellen. Die Dritte Person sollte weder Person 1 noch Person 2 toll finden, also neutral sein und dann erzählen Person 1 und Person 2 ihre Version des Problems und Person 3 versucht zu vermitteln. Das ist alles. Eigentlich eine super Methode - es kann aber auch wie meine Paartherapie 2014 darin enden, dass man wie bei 4. ...
  4. Ignorieren - Ehrlich. Keinen Menschen kann man ändern (Menschen können sich nur aus eigenen Willen ändern), mit manchen Menschen kann man auch nicht diskutieren. Jeder ist ja irgendwie die Summe seiner Erfahrungen und wir können in die Anderen nicht reingucken. Tja. Ganz "Lasse redn"-mäßig kann man den Anderen auch weiterläsen lassen. Ein Ohr rein, das Andere wieder raus. Und dem Geschrei nach Aufmerksamkeit durch fiese Nachrede keine Chance lassen. Dann wird das Lästermaul schon irgendwann von allein die Lust verlieren. Meine Mutter sagt immer: "Ein Lächeln ist die schönste Art, seinem Feind die Zähne zu zeigen." und so ist es doch auch: Man braucht nicht böse Dinge schreiben. Man muss nicht andere menschenbeleidigten und kann auch mit einem Lächeln auf den Lippen sagen, dass man einen Menschen nicht ausstehen kann. Daran ist nichts gekünstelt oder falsch.
Letztendlich ist das Wichtigste: 
Bleibt euch selbst treu, verbiegt euch nicht und stresst euch nicht mit den Problemen Anderer. Jeder hat seine Baustellen, seine Probleme, seine Stressfaktoren.

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