Supercandy Popup Museum in Köln

Schon bei den ersten Ankündigungen war mir klar, dass ich dahin möchte. Wahrscheinlich inspiriert vom Museum of Icecream in San Francisco gibt es aktuell in Köln-Ehrenfeld eine bonbonrosa glitzrwelt zum Fotos machen. Ausstellungen zum Selfies machen sind ja nicht neu und als ich eine Bekannte aus Hamburg fragte im Anfang des Sommers, ob sie mitkommen wolle, lehnte sie entschieden ab. Sie fände, so eine Nachmache wäre das Allerletzte. Nun ja, also Jona und ich haben nicht die finanziellen Ressourcen, zur Inspiration an die Pazifikstadt zu fliegen und daher ging es für uns nach Köln.

An dem Tag unseres Besuches hatte die rosa Badewanne im Kellerraum einen frischen Anstrich bekommen. Gut für uns, denn bereits nach einer Woche hatte es dort einige Abnutzspuren gegeben, die wir so nicht mühselig wegretuschierten mussten.
Bereits seit 26. September hat das Museum leicht erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in  Köln-Ehrenfeld geöffnet. Das Supercandy! Pop-Up Museum wird insgesamt für drei Monate seine Türen offen haben.  Aktuell kosten Tickets pro Person 29,95 Euro, Jona und ich zahlten als Frühbucher nur die Hälfte.

Wer nun denkt, dieses Museum mit seinem perfekten Licht sei nur etwas für Instagramuser, die ihren Feed etwas aufpeppen wollen, dem sei gesagt: Nein, auch viele Familien waren mit uns am 2. Oktober dort, um sich gemeinsam mit den farbenfrohen Installationen zu fotografieren. Es muss also nicht immer für Social Media Selbstvermarktung sein, nein, man kann auch einfach schöne Bilder fürs Familienalbum schaffen und dabei die Kinder etwas in den Installationen toben lassen. Kinder bis 6 Jahren haben freien Eintritt. 

Begrüßt am Anfang der Ausstellung wird man mit einer rosa Luftballonwand.
Anders als das Studio König ist es kein ehemaliger Teppichhandel, sondern hier eine ehemalige Druckerei, in der sich das Museum noch bis Ende Dezember befindet. Man kann nicht nur fotografieren - auch Süßigkeiten gibt es dort an jeder Ecke. Für mich als Veganerin muss ich leider sagen, dass nicht ausreichend gekennzeichnet war, welche Süßigkeiten vegan sind und welche nicht. Das Eis, was es dort gab, war auf jeden Fall auf Joghurtbasis und somit nichts für mich.

Da wir natürlich genug Erkundigungen eingeholt haben, ging es für uns zuerst komplett durch das Museum zu der Konfettikanone in einer Garage. Es war weit hinten im allerletzten Raum hinter dem pinken Strand und den Umkleidekabinen und zu der frühen Uhrzeit kurz nach 10 noch ziemlich kühl. Jeder bekommt einen Schuss der Konfetti-Kanone.

Daher haben wir vom Personal den Tipp bekommen: Konfetti-Kanone für eine Gruppenaufnahme verwenden und für Boomerangs oder Zeitlupe noch einmal selbst Konfetti werfen. Ich würde auch immer empfehlen, mindestens zu zweit zu gehen in dieses Museum, denn Selfies machen wird eher schwierig. Wer allein kommt, muss sich sonst ans Personal wenden.

Bei der Konfettikanone darf man einen Schuss bekommen, danach muss man schon selbst werfen.

Der Rundgang ist auf 75 Minuten bis 90 Minuten ausgelegt. Wir müssen allerdings gestehen, dass Jona noch so lange im Bällebad entspannt hat, dass wir mindestens so 2 Stunden dort verbracht haben. Dabei sind auch 900 Bilder und etwa 70 Boomerangs von uns entstanden. Wir waren eben fleißig.

Nach der Konfettikanone gingen wir in den Kellerraum, wo die frisch nachgestrichene rosa Wanne stand. Was mich allerdings überraschte, war der Rest des farbenfrohen Kellerraumes.


Vorsicht Bällebad! Beim Eintauchen in den Traum der 2000 Flamingos kann der ein oder andere Ball auch danebengehen. Und Bällebaden geht man natürlich nur ohne Schuhe.
Flauschiger Teppich in allen Farben des Regenbogens, eine Nana, ein pinker Adonis. Und eine rot-weiße Installation, die irgendwie an eine Baustelle erinnert. Dazu eine Candybar. Und eine Drehscheibe samt Hocker, um von oben herunter zu fotografieren.
Wir waren etwa so gegen 10:30 Uhr in dem Raum und konnten dort komplett ungestört Fotos machen.

Der bunte Teppich im Keller dient schon allein als super Fotomotiv.

Überall im Museum stehen kleine Hocker bereit. So kann man auch Fotos von oben machen.

Hier ein kleiner Versuch von uns, ein Bild zu machen mit allen Regenbogenfarben.
Nach der ausgedehnten Session im Keller ging es noch einmal in zwei anderen Outfits zurück in die Konfettigarage. Diese hatten wir schon gestartet, daher habe ich mich selbst mit Konfetti für einige Boomerangs beschmissen.



Anschließend legten wir einen Zwischenstopp ein. Oberhalb des Kellers gibt es diese 4 kleinen Kabinen. Dort kann man zwei instax Mini Fotos machen lassen - eines nimmt man mit nach Hause, eines bleibt dort und wird dort aufgehängt.


Besonders gut gefällt mir dabei der rosane Hintergrund, einfach wegen der Message. Aber natürlich kann man dort auch eigene Fotos machen. Nur hier sollte man nicht zu viel Zeit verbringen, denn andere wollen schließlich hier ihre Sofortbilder machen.



Anschließend kommt man in mehrere Räumlichkeiten zum Thema Gummibären und Goldbär - sorry, Leute. Davon habe ich keine Fotos, denn ich esse kein Schwein mit Zucker, wie meine Geschwister stets sagten, damit ich schon als Dreijährige keine Süßigkeiten aus Gelatine mochte.

Neben den Räumen zum Thema Haribo Gummibären gab es auch eine pinke Flugzeugkabine - dort ist das Licht so herrlich schummrig wie in einem Ruheabteil eines Zuges. Nur eben pink. Das Licht dort hat mir sehr gut gefallen. Dort entstehen ganz besondere Fotos.


Nun kommt man zu einem Ausmalraum. Dieser war auch schon nach einer Woche gut ausgemalt. viele verewigen dort ihren Instagramnamen, ich habe mich zur Feier unser zweijährigen Hochzeitstages dazu entschieden, den Kölner Dom etwas zu verunstalten. Wahrscheinlich wurden wir längst übermalt. aber hey, für den Moment sag mein Liebesgeständnis doch ganz gut aus, oder?




Und auch Jona wusste sich zu verewigen. Oder war dies ein Hilfeschrei? Entscheidet selbst.


Ich konnte es mir dann doch nicht nehmen lassen, ihn analog zu verlinken. Einen wirklichen Werbeeffekt brachte es allerdings nicht wirklich, er hatte jetzt keinen sprunghaften Followeranstieg.



Anschließend ging es zurück in den ersten Raum, von dem man normalerweise aus startet. Dort gibt es nicht nur eine Ballonwand und diese Installation mit Ballons, Bällen und Flamingos, sondern auch einen Lakritze-Bällepool in Schwarz und einen rosa Bällestrand mit mehreren Hintergründen und Strandbar.

Da wir uns 2019 auch einen Bällepool bauen wollen, fiel uns auf, dass wir doch lieber zu rosa Bällen greifen wollen, denn die schwarzen Bälle sind fotografisch ganz schön schwer einzufangen.


Unser Fazit ist, dass sich die Reise nach Köln für uns auf jeden Fall gelohnt hat. Wäre es nicht so weit weg, würden wir glatt noch einmal hinfahren und eventuell werden wir das sogar noch für ein anderes Projekt. Ob sich nun die 29 Euro Eintritt lohnen pro Person, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich finde es beinahe ein wenig schade, dass nach dem Ende der Ausstellung am 30. Dezember das zuckersüße rosa Haus dann abgerissen wird.





Keine Kommentare:

Kommentar posten

INSTAGRAM FEED

@aufgerouget